Forschung

Akzeptanzverbesserung energieeffizienter Häuser durch Erhebung der Raumluftqualität und deren Auswirkungen auf die Gesundheit der Bewohner

In Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Wien (Institut für Umwelthygiene) und der IG Passivhaus Österreich wird das IBO ab Herbst 2010 ein vom Klima- und Energiefonds gefördertes Forschungsprojekt zum Thema Luftqualität und Bewohnergesundheit in Passivhäusern durchführen. Ziel der Studie ist die Erhebung von Umweltfaktoren, die für Gesundheit und Wohlbefinden in Wohnungen und Gebäuden von Bedeutung sind. Konkret gilt es, anhand von Raumluftmessungen und Bewohnerbefragungen festzustellen, ob sich das Passivhaus und das konventionell errichtete Haus hinsichtlich Wohnqualität und Bewohnergesundheit voneinander unterscheiden.
Projektleiter:
DI Peter Tappler projekt2020@ibo.at
Projektpartner: Medizinische Universität Wien – Institut für Umwelthygiene, Dachverband IG Passivhaus Österreich
Kurzfassung des Projekts

Environmental Criteria for Buildings

Im Auftrag des europ. Verbraucherrates (ANEC) arbeitet das IBO an der Entwicklung ökologischer Bewertungskriterien für Gebäude sowie an entsprechenden Auswahlverfahren, die vor allem die Interessen der Endkunden berücksichtigen.

ABC-Disposal  (Assessment of Buildings and Constructions - Disposal)

Die Entsorgung von Baumaterialien am Ende des Lebenswegs von Gebäuden soll bereits in der Planung ökologisch bewertet werden. Dafür werden Massenbilanzen auf Basis von Rückbauszenarien erstellt. Die Bewertung erfolgt quantitativ und qualitativ. Die Ergebnisse sollen im Gebäudezertifizierungs­system TQB und zur Bewertung von Haus-der-Zukunft-Demonstrationsprojekten angewandt werden. Forschungsbericht im Rahmen der Programmlinie "Haus der Zukunft - Impulsprogramm Nachhaltig Wirtschaften" im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT).

Endbericht

Anhang 1: Entsorgungsprozesse

Anhang 2: Entsorgungswege der Baustoffe

Anhang 3: Ökobilanz

Anhang 4: IBO-Modell-Einfamilienhaus

Raumluftindikatoren für den Wohnbau

IBO im Auftrag der Bundesinnung Bau der Wirtschaftskammer Österreich
Zu den nach Vorkommen und Wirkung bedeutungsvollsten Verunreinigungen der Raumluft gehören flüchtige organische Verbindungen (VOC). Ziel der vorliegenden Untersuchung war die Entwicklung eines transparenten, einfach zu verstehenden und handhabbaren Verfahrens, das in der Planungsphase Einsatz finden kann und das mit Bauprodukten verbundene raumluftrelevante Gefährdungspotenzial vorsorgend bewerten kann.
Info: Mag. Hildegund Mötzl
Forschungsbericht

TQB (Total Quality Building)

Die Gebäudebewertungsmethode TQ soll erweitert werden (neuer Arbeitstitel: TQB). Bisher können mit ihr Wohngebäude bewertet werden. Das Projekt hat das Ziel, mit TQB auch Nichtwohngebäude bewerten zu können. Weiters soll das System mit den führenden internationalen und nationalen Gebäudebewertungssystemen abgestimmt werden. Schließlich sind neue europäische und österreichische Kennwerte einzuarbeiten. Gefördert durch ZIT, die Technologieagentur der Stadt Wien. Info: Dr. Tobias Waltjen und Ing. Mag. Maria Fellner

Passivhaus-Sanierungsbauteilkatalog

Auswertung gebäudesanierungsbezogener HdZ-Forschungsberichte mit konstruktiven, bauphysikalischen und bauökologischen Ergänzungen. Der Passivhaus-Sanierungsbauteilkatalog fuehrt zwei wertvolle und bereits vorliegende Ressourcen zu einem neuen praxisnahen Planungswerkzeug zusammen:
• eine Vielzahl HdZ-geförderter Projekte, die sich mit konstruktiven Aufgaben in der Sanierung beschäftigt haben, und
• den IBO Passivhaus-Bauteilkatalog, der Regelquerschnitte und Anschlussdetails
(fuer den Neubau) mit bauphysikalischer Beschreibung und Berechnung sowie ökologischer Berechnung und Bewertung zeigt. Gefördert durch Haus der Zukunft, BMVIT. Forschungsbericht Info: Dr. Tobias Waltjen

Online-Referenz für ökologisch bewertete Passivhaus-geeignete Baukonstruktionen

Die Regelquerschnitte des als Buch publizierten IBO Passivhaus Bauteilkatalogs sollten in ein bewährtes Web-Datenbank-System eingegeben und online publiziert werden. Die Inhalte sollten für Information, Schulung und problemlose Erweiterung zur Verfügung gestellt werden. Für die Realisierung wurde die Bauplattform baubook ausgewählt (www.baubook.info/PHBTK/). Gefördert durch Haus der Zukunft, BMVIT. Info: Dr. Tobias Waltjen

LCC-Info-System für mehr CO2-Einsparung durch die Verknüpfung von energierelevanten Gebäudedaten

Entwicklung eines LCC (Life Cycle Cost – Lebenszykluskosten) Info-Systems unter der Projektleitung der Österreichischen Energieagentur auf der Basis von bestehenden Modulen wie beispielsweise der Energieausweisdatenbank ZEUS und des umfassenden Gebäudebewertungssystems Total Quality Building Assessment (TQB). Durch die Sammlung, Aufbereitung und Bereitstellung von energierelevanten Daten sollen folgende Ziele erreicht werden: Schaffen einer Datenbasis zur Beschreibung der Qualität des Gebäudebestandes; Qualitätskontrolle Energieausweis und Planung nutzerbezogener Maßnahmen durch Erheben von Verbrauchsdaten; Verknüpfen mit bestehenden Modulen zur einfachen LCC-Analyse. Damit wird ein essenzieller Beitrag dazu geleistet, CO2-Einsparpotenziale – insbesondere im Gebäudebestand - effizient zu erheben. Info: Ing. Mag. Maria Fellner

 

 

 

Neue Immo-Standards für Gebäude

Im Februar 2010 wurde unter der Projektleitung der Austrian Energy Agency das Forschungsprojekt „Neue Immostandards für Gebäude"  (gefördert vom Klima- und Energiefonds im Rahmen der Programmlinie „Energie der Zukunft“) abgeschlossen. Erarbeitet wurde unter Beteiligung namhafter Experten aus der Immobilienwirtschaft ein Leitfaden zur Berücksichtigung der Energieeffizienz und anderer nachhaltiger Gebäudequalitäten im klassischen Wertermittlungs­ergebnis. Als Datenquellen dienen der Energieausweis und freiwillige Gebäudebewertungs­systeme (wie TQB). Info: Ing. Mag. Maria Fellner

NENA

Network Enterprise Alps (Enhancing Sustainable Development, Competitiveness and Innovation through SME and Cluster Cooperation)
Mitarbeit an Kriterienentwicklung für nachhaltige (Kommunal-)Bauten
Interreg IIIb-Projekt im Auftrag von telesis

Nachhaltige Behaglichkeit im Klima.Komfort.Haus

Forschungsprojekt im Rahmen der Programmlinie "Haus der Zukunft" des bm:vit, im Auftrag des Bauträgers Familienhilfe. Info: Dr. Bernhard Lipp

klima:aktiv Kriterienentwicklung

klima:aktiv Kriterienentwicklung für Dienstleistungsgebäude und Verkaufsflächen sowie Wohngebäudesanierungen (ökologische Aspekte) als Subauftragnehmer des Energieinstituts Vorarlberg. Info: Ing. Mag. Maria Fellner

Modularer Holzmassivbau für Passivhäuser

Energie der Zukunft Projekt „Modularer Holzmassivbau für Passivhäuser“
Projektleiter: DI Heinz Geza Ambrozy, Zivilingenieur für Hochbau
Projektbeteiligte: IBO GmbH (Ökologische Bewertung und Bauphysik), DI Dr. Wilhelm Luggin, Ingenieurkonsulent für Bauwesen (Statik), DI Selim Erol (EDV).
Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wurde ein auf modular aufgebaute Grundrisse bezogenes online Konstruktions- und Dimensionierungssystem für 2- bis 4-geschossige Holzmassiv-Passivhäuser entwickelt. Dadurch wird auch kleinen Zimmereibetrieben eine fehlerfreie Dimensionierung und Errichtung von Passivhäusern ermöglicht.
Infos: DI Thomas Zelger

Sanierung Wienerwaldvilla

Sanierung einer gründerzeitlichen Wienerwaldvilla auf Passivhausstandard mit aktiver und passiver Solarnutzung innerhalb eines geförderten Wohnbauprojektes, Arbeitspaket Passivhausfenster. Infos: DI. Thomas Zelger

klimaHaus/casaclima

Kriterienweiterentwicklung im Bereich Ökologie für das klimaHaus/casaclima, Autonome Provinz Bozen, Amt für Luft und Lärm. Infos: DI. Thomas Zelger

Nachhaltig massiv - Erweiterung des OI3-Index um die Nutzungsdauer von Baustoffen und Bauteilen

Die vereinfachte quantitative ökologische Bewertung für Gebäude, der von TQ abgeleitete Ökoindex 3 (OI3) wurde in den letzten Jahren in die Wohnbauförderungen mehrerer Bundesländer aufgenommen. Praktische Erfahrungen liegen nun vor und in der Zusammenführung mit den Ergebnissen des gegenständlichen Forschungsvorhabens sind nun folgende Weiterentwicklungen des OI3 vorgesehen: Weiterentwicklung des OI3 zum OI4; Erweiterung der Bilanzgrenzen der Gebäude; Implementierung der Nutzungsdauer; Analyse und Implementierung weiterer Ergebnisse aus den anderen Projekten. Durch den jetzt schon weit verbreiteten Einsatz des OI3-Konzepts ist zu erwarten, dass die Weiterentwicklungen auch von den bisherigen OI3-Nutzern (Wohnbauförderungen, klima:aktiv haus, TQB, IBO ÖKOPASS) österreichweit übernommen werden. Infos: Dr. Bernhard Lipp

Nachhaltig massiv – Lebensdauer von Baustoffen

Ziel des vorgeschlagenen Projekts ist die Festlegung der Nutzungsdauer von Baustoffen in Abhängigkeit der Eigenschaften von Funktionaler Einheit, Bauteilaufbau, Bauteilanschlüssen, außergewöhnlichen Ereignissen (Wasserrohrbruch, Hochwasser, Erdbeben,  Brand, Umnutzung Gebäude) auf der Grundlage bestehender Kenndaten und statistischer Untersuchungen.

Ökoeffiziente Entscheidungskriterien im Tiefbau - Bauverfahren des Spezialtiefbaus

Ökoeffiziente Entscheidungshilfen im Tiefbau - Bauverfahren des Spezialtiefbaus ist ein Projekt der Arbeitsgruppe »ÖkoKauf Wien - AG Tiefbau«. Projektziel ist die Erstellung von Leistungskriterien und Kriterienkatalogen betreffend ökologischer Bauweisen im Tiefbau und deren Analyse und Bewertung. Das Projekt ist in 6 Module gegliedert, das IBO ist für das Modul 5 »Ökologische Bewertung« verantwortlich. Als Wissensbasis dienen die theoretischen Grundlagen (Modul 3, TU Wien: Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft, Institut für Grundbau und Bodenmechanik) und die praktischen Grundlagen (Modul 4, ÖVBB - Österreichische Vereinigung für Beton- und Bautechnik). Der Themenkreis Boden mit seiner Untergliederung Boden als Baustoff, Recycling und Kreislaufwirtschaft (Modul 2, BRV - Baustoffrecyclingverband) sind bei der ökologischen Bearbeitung der Bauverfahren und Bauhilfsverfahren ebenfalls zu berücksichtigen und eingehend zu diskutieren. Infos: Mag. Hildegund Mötzl

Gemeindezentrum Ludesch, Vlbg.

Die Planungs- und Baubegleitung des Gemeindezentrums Ludesch umfasst die Auswahl ökologischer Konstruktionen, ökologischer Produkte und deren Überprüfung. Mit Stand Zwischenbericht (05.12.2004) wurden über 200 Produkte von 16 Gewerken überprüft. Davon mussten immerhin 24 Produkte (mehr als 10 %) abgelehnt werden. Für alle diese Produkte konnten ökologisch verträglichere Alternativen gefunden werden. Gefördert durch Haus der Zukunft. Infos: Mag. Hildegund Mötzl