Forschung

LCC-Info-System für mehr CO2-Einsparung durch die Verknüpfung von energierelevanten Gebäudedaten

Entwicklung eines LCC (Life Cycle Cost – Lebenszykluskosten) Info-Systems unter der Projektleitung der Österreichischen Energieagentur auf der Basis von bestehenden Modulen wie beispielsweise der Energieausweisdatenbank ZEUS und des umfassenden Gebäudebewertungssystems Total Quality Building Assessment (TQB). Durch die Sammlung, Aufbereitung und Bereitstellung von energierelevanten Daten sollen folgende Ziele erreicht werden: Schaffen einer Datenbasis zur Beschreibung der Qualität des Gebäudebestandes; Qualitätskontrolle Energieausweis und Planung nutzerbezogener Maßnahmen durch Erheben von Verbrauchsdaten; Verknüpfen mit bestehenden Modulen zur einfachen LCC-Analyse. Damit wird ein essenzieller Beitrag dazu geleistet, CO2-Einsparpotenziale – insbesondere im Gebäudebestand - effizient zu erheben. Info: Ing. Mag. Maria Fellner

Komfort-Büro!

Bedingungen für Komfort in Passivhaus-Bürogebäuden werden mit Simulationen in Modellräumen untersucht.
Die mögliche Tageslichtnutzung und die notwendige Beschattung bei Besonnung wird simuliert.
Mit Hilfe thermischer Simulationen (TRNSYS) und nachgeschalteter Strömungssimulationen (CFD) werden die Wirkungsweise, die resultierenden Luftbewegung, der Luftaustausch, die CO2-Verteilung und die thermische Behaglichkeit verschiedener Varianten für Lüftung, Heizung, und Kühlung untersucht.
Mit weiteren thermischen Simulationen wurde der Betrachtungszeitraum von einem typischen heißen Sommertag und einem typischen kalten Wintertag auf ein ganzes Jahr erweitert und Varianten der Nutzung, der Gebäudehülle, der Belichtung und der Haustechnik untersucht.
Ergebnis ist ein Leitfaden für die Planung von behaglichkeitsoptimierten Passivhaus-Bürogebäuden.
Info: Dr. Tobias Waltjen
Endbericht (189 MB)

klima:aktiv Kriterienentwicklung

Der klima:aktiv  Gebäudestandard wurde seit 2006 entwickelt und resultiert aus der österreichischen Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums. Die Kriterien zielen primär auf eine Senkung des Gesamtenergie­verbrauchs, der CO2-Emissionen sowie auf gesunde Umwelt ab. Die Bewertung beruht auf einem 1000-Punkte-Schema,  mehr als die Hälfte der erreichbaren Punkte kann mit einer sehr guten Bewertung in der Kategorie „Energie und Versorgung“ erzielt werden.  Das IBO hat wesentlich an der Erarbeitung der ökologischen Aspekte der Kriterienkataloge für Wohn-,  Bürogebäude, Bildungseinrichtungen sowie Pflegeheime/Geriatriezentren mitgearbeitet. 
Seit Jänner 2011 ist das IBO im Leitungsgremium von klima:aktiv Bauen und Sanieren vertreten und für den Themenbereich "Dienstleistungsgebäude" zuständig. Die jeweils aktuellen Kriterienkataloge sind unter http://www.klimaaktiv.at/bauen-sanieren/gebaeudedeklaration/kriterienkatalog.html  downloadbar. Info: Ing. Mag. Maria Fellner

Environmental and Health-Related Criteria for Buildings

Im Auftrag des europäischen Verbraucherrates (ANEC) hat das IBO ökologische und gesundheitsrelevante Kriterien mit einem speziellen Fokus auf VerbraucherInneninteressen erarbeitet. In der im März 2011 abgeschlossenen Studie wurden detaillierte Kriterienvergleiche bereits marktgängiger Systeme durchgeführt und Vorschläge für ein EU-weit gültiges ECO-Label für Gebäude erarbeitet, die in den weiteren Diskussions- und Entwicklungsprozess eingebracht werden sollen.
Info: Mag. Hildegund Mötzl, Ing. Mag. Maria Fellner

Entwicklung eines vereinfachten Berechnungsverfahrens für die Bewertung des Sommerverhaltens von Gebäuden in Italien

Auftraggeber: Klimahausagentur GmbH, Bozen
Zentrales Anliegen des vorgeschlagenen Bewertungssystems ist es, alle für die Planung und Realisierung des Sommerverhaltens relevanten Parameter, die die Sommertauglichkeit wesentlich beeinflussen, ausreichend genau in den vereinfachten Algorithmen abzubilden.
Der vereinfachte Algorithmus wird für die folgenden Nutzungstypen entwickelt:
- Wohnung
- Büro/Verwaltung
- Schule
Die Bewertung des Sommerverhaltens fußt auf vereinfachten Verfahren, die durch eine umfangreiche Parameteranalyse mittels dynamischer Gebäudesimulation validiert oder wo erforderlich skaliert werden.
Infos: DI Thomas Zelger

Modularer Holzmassivbau für Passivhäuser

Energie der Zukunft Projekt „Modularer Holzmassivbau für Passivhäuser“
Projektleiter: DI Heinz Geza Ambrozy, Zivilingenieur für Hochbau
Projektbeteiligte: IBO GmbH (Ökologische Bewertung und Bauphysik), DI Dr. Wilhelm Luggin, Ingenieurkonsulent für Bauwesen (Statik), DI Selim Erol (EDV).
Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wurde ein auf modular aufgebaute Grundrisse bezogenes online Konstruktions- und Dimensionierungssystem für 2- bis 4-geschossige Holzmassiv-Passivhäuser entwickelt. Dadurch wird auch kleinen Zimmereibetrieben eine fehlerfreie Dimensionierung und Errichtung von Passivhäusern ermöglicht.
Infos: DI Thomas Zelger, http://holz.erol.at

klimaHaus/casaclima

Kriterienweiterentwicklung im Bereich Ökologie für das klimaHaus/casaclima, Autonome Provinz Bozen, Amt für Luft und Lärm. Infos: DI Thomas Zelger

ABC-Disposal  (Assessment of Buildings and Constructions - Disposal)

Die Entsorgung von Baumaterialien am Ende des Lebenswegs von Gebäuden soll bereits in der Planung ökologisch bewertet werden. Dafür werden Massenbilanzen auf Basis von Rückbauszenarien erstellt. Die Bewertung erfolgt quantitativ und qualitativ. Die Ergebnisse sollen im Gebäudezertifizierungs­system TQB und zur Bewertung von Haus-der-Zukunft-Demonstrationsprojekten angewandt werden. Forschungsbericht im Rahmen der Programmlinie "Haus der Zukunft - Impulsprogramm Nachhaltig Wirtschaften" im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT).

Endbericht

Anhang 1: Entsorgungsprozesse

Anhang 2: Entsorgungswege der Baustoffe

Anhang 3: Ökobilanz

Anhang 4: IBO-Modell-Einfamilienhaus

Baubook-Schnittstelle für die Ausschreibung umweltverträglicher ressourceneffizienter Baumaterialien

Baubook, die Online-Plattform für umweltverträgliche Bauprodukte und Bauweisen, wurde um eine Schnittstelle zu Ausschreibungs-Software erweitert. Über die Schnittstelle werden alle notwendigen Informationen zur Integration von ökologischen Kriterien in Leistungsbeschreibungen ÖNORMkonform übergeben. Die Schnittstelle wurde gemeinsam mit der ib-data GmbH, Herausgeberin der ABK Ausschreibungs-, Vergabe und Abrechnungs-Software, konzipiert. Die im Projekt entwickelte ABK7 ÖKO-Bau-Edition kombiniert die ABK-Software mit den Daten von baubook-oeg und enthält neben den ökologischen Kriterien auch eine ökologische Bewertung der Standardpositionen der LBHB enthalten.
Die im Projekt entwickelten Produkte sind:
1. Schnittstelle von baubook zu Ausschreibungssoftware
2. ABK-Öko-Bau-Edition
3. ABK-Vollversion mit ökologischen Ergänzungen
4. baubook-Umgebung für Ausschreibende
Info: Mag. Hildegund Mötzl
Kurzfassung

Raumluftindikatoren für den Wohnbau

IBO im Auftrag der Bundesinnung Bau der Wirtschaftskammer Österreich
Zu den nach Vorkommen und Wirkung bedeutungsvollsten Verunreinigungen der Raumluft gehören flüchtige organische Verbindungen (VOC). Ziel der vorliegenden Untersuchung war die Entwicklung eines transparenten, einfach zu verstehenden und handhabbaren Verfahrens, das in der Planungsphase Einsatz finden kann und das mit Bauprodukten verbundene raumluftrelevante Gefährdungspotenzial vorsorgend bewerten kann.
Info: Mag. Hildegund Mötzl
Forschungsbericht

Neue Immo-Standards für Gebäude

Im Februar 2010 wurde unter der Projektleitung der Austrian Energy Agency das Forschungsprojekt „Neue Immostandards für Gebäude"  (gefördert vom Klima- und Energiefonds im Rahmen der Programmlinie „Energie der Zukunft“) abgeschlossen. Erarbeitet wurde unter Beteiligung namhafter Experten aus der Immobilienwirtschaft ein Leitfaden zur Berücksichtigung der Energieeffizienz und anderer nachhaltiger Gebäudequalitäten im klassischen Wertermittlungs­ergebnis. Als Datenquellen dienen der Energieausweis und freiwillige Gebäudebewertungs­systeme (wie TQB). Info: Ing. Mag. Maria Fellner

Nachhaltige Behaglichkeit im Klima.Komfort.Haus

Forschungsprojekt im Rahmen der Programmlinie "Haus der Zukunft" des bm:vit, im Auftrag des Bauträgers Familienhilfe. Info: DI Dr. Bernhard Lipp

Nachhaltig massiv - Erweiterung des OI3-Index um Bilanzgrenzen und Nutzungsdauern

Die vereinfachte quantitative ökologische Bewertung für Gebäude, der von TQ abgeleitete Ökoindex 3 (OI3) wurde in den letzten Jahren in die Wohnbauförderungen mehrerer Bundesländer aufgenommen. Nun wurde der OI3 weiterentwickelt: Es wurden die Bilanzgrenzen der Gebäude erweitert und Nutzungsdauern von Baustoffen implementiert. Durch den jetzt schon weit verbreiteten Einsatz des OI3-Konzepts ist zu erwarten, dass die Weiterentwicklungen auch von den bisherigen OI3-Nutzern (Wohnbauförderungen, klima:aktiv haus, TQB, IBO ÖKOPASS) österreichweit übernommen werden. Infos: DI Dr. Bernhard Lipp

Nachhaltig massiv – Nutzungsdauer von Baustoffen

Ziel des vorgeschlagenen Projekts ist die Festlegung der Nutzungsdauer von Baustoffen in Abhängigkeit der Eigenschaften von Funktionaler Einheit, Bauteilaufbau, Bauteilanschlüssen, außergewöhnlichen Ereignissen (Wasserrohrbruch, Hochwasser, Erdbeben,  Brand, Umnutzung Gebäude) auf der Grundlage bestehender Kenndaten und statistischer Untersuchungen.

Ökoeffiziente Entscheidungskriterien im Tiefbau - Bauverfahren des Spezialtiefbaus

Ökoeffiziente Entscheidungshilfen im Tiefbau - Bauverfahren des Spezialtiefbaus ist ein Projekt der Arbeitsgruppe »ÖkoKauf Wien - AG Tiefbau«. Projektziel ist die Erstellung von Leistungskriterien und Kriterienkatalogen betreffend ökologischer Bauweisen im Tiefbau und deren Analyse und Bewertung. Das Projekt ist in 6 Module gegliedert, das IBO ist für das Modul 5 »Ökologische Bewertung« verantwortlich. Als Wissensbasis dienen die theoretischen Grundlagen (Modul 3, TU Wien: Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft, Institut für Grundbau und Bodenmechanik) und die praktischen Grundlagen (Modul 4, ÖVBB - Österreichische Vereinigung für Beton- und Bautechnik). Der Themenkreis Boden mit seiner Untergliederung Boden als Baustoff, Recycling und Kreislaufwirtschaft (Modul 2, BRV - Baustoffrecyclingverband) sind bei der ökologischen Bearbeitung der Bauverfahren und Bauhilfsverfahren ebenfalls zu berücksichtigen und eingehend zu diskutieren. Infos: Mag. Hildegund Mötzl

Gemeindezentrum Ludesch, Vlbg.

Die Planungs- und Baubegleitung des Gemeindezentrums Ludesch umfasst die Auswahl ökologischer Konstruktionen, ökologischer Produkte und deren Überprüfung. Es wurden über 200 Produkte von 16 Gewerken überprüft. Davon mussten immerhin 24 Produkte (mehr als 10 %) abgelehnt werden. Für alle diese Produkte konnten ökologisch verträglichere Alternativen gefunden werden.
2006 wurde das Gemeindezentrum Ludesch mit dem Staatspreis für Nachhaltige Architektur ausgezeichnet. Gefördert durch Haus der Zukunft. Infos: DI Dr. Karl Torghele
Endbericht

TQB (Total Quality Building)

Die Gebäudebewertungsmethode TQ soll erweitert werden (neuer Arbeitstitel: TQB). Bisher können mit ihr Wohngebäude bewertet werden. Das Projekt hat das Ziel, mit TQB auch Nichtwohngebäude bewerten zu können. Weiters soll das System mit den führenden internationalen und nationalen Gebäudebewertungssystemen abgestimmt werden. Schließlich sind neue europäische und österreichische Kennwerte einzuarbeiten. Gefördert durch ZIT, die Technologieagentur der Stadt Wien. Info: Dr. Tobias Waltjen und Ing. Mag. Maria Fellner

Online-Referenz für ökologisch bewertete Passivhaus-geeignete Baukonstruktionen

Die Regelquerschnitte des als Buch publizierten IBO Passivhaus Bauteilkatalogs sollten in ein bewährtes Web-Datenbank-System eingegeben und online publiziert werden. Die Inhalte sollten für Information, Schulung und problemlose Erweiterung zur Verfügung gestellt werden. Für die Realisierung wurde die Bauplattform baubook ausgewählt (www.baubook.info/PHBTK/). Gefördert durch Haus der Zukunft, BMVIT. Info: Dr. Tobias Waltjen

Sanierung Wienerwaldvilla

Sanierung einer gründerzeitlichen Wienerwaldvilla auf Passivhausstandard mit aktiver und passiver Solarnutzung innerhalb eines geförderten Wohnbauprojektes, Arbeitspaket Passivhausfenster. Infos: DI Thomas Zelger

Passivhaus-Bauteilkatalog

Im neuen Bauteilkatalog werden alle Bauteile grundsätzlich auf Passivhausstandard dimensioniert und mit passivhaustauglichen Anschlussdetails ergänzt sein. Die Arbeit wurde aus Mitteln des »Haus der Zukunft« sowie von mehreren österreichischen Landesregierungen und Partnern aus der Wirtschaft gefördert. Das zweisprachige Werk kann auch im englischen Sprachraum rezipiert werden - im zusammenwachsenden Europa ein Muss! Erschienen im Februar 2008! Infos: Dr. Tobias Waltjen
Bestellformular Passivhaus-Bauteilkatalog

SIBAT

Gebäudebewertungen und Gebäudezertifikate müssen den BewohnerInnen bzw. NutzerInnen versichern können, dass das errichtete Gebäude nach heutigem Wissensstand die Ziele eines vorsorgenden Gesundheitsschutzes erfüllt. Im Rahmen des Projektes »SIBAT« wurde ein Bewertungsansatz erstellt, welcher das für den Innenraum relevante humantoxische Wirkpotenzial von Bauprodukten pragmatisch und in der Praxis anwendbar bewertet. Gefördert durch Haus der Zukunft, BMVIT.
IBO: DI Philipp Boogman

PRESCO

PRESCO (Practical recommendations for sustainable construction) ist ein europaweites thematisches Netzwerk mit dem Ziel, einen international abgestützten, praxisnahen Leitfaden zur nachhaltigen Erstellung und Betreibung von Wohn-, Gewerbe- und Industriegebäuden zu erarbeiten. Neben der Erstellung einer Liste von Nachhaltigkeitsempfehlungen war der Vergleich LCA-basierter Gebäudebewertungs- und Planungsinstrumente ein wichtiger Arbeitsinhalt.
Österr. Netzwerkpartner: IBO: Dr. Tobias Waltjen, Mag. Hildegund Mötzl

Holzbauteilkatalog

Für das Projekt »dataholz«, einen im Internet verfügbaren Holzbauteilkatalog, hat das IBO die ökologischen Kennzahlen berechnet. Dataholz enthält ca. 1000 Holzbauteilaufbauten: Grundkonstruktionen und ihre Varianten durch Veränderung von Dämmstoffdicke, Dämmstoffart etc.
www.dataholz.com

Behagliche Nachhaltigkeit

Das Projekt »Behagliche Nachhaltigkeit« ist ein Forschungsprojekt der Programmlinie »Haus der Zukunft«, das die Behaglichkeit und den Gesundheits- bzw. Erholungswert von Passivhäusern untersucht. Die Studie untersuchte einerseits, ob BewohnerInnen von Passivhäusern bei unterschiedlicher Beheizung ihres Wohnraums einen Komfortunterschied erleben und ob sich wahrgenommene (aber auch evt. nicht wahrgenommene) Unterschiede physiologisch und/oder psychologisch erfassen lassen. Andererseits sollte festgestellt werden, ob sich unterschiedliche Raumluftqualität bei unterschiedlicher Lüftungssituation (laufender Komfortlüftung versus abgestellter Komfortlüftung und geschlossenen Fenstern) auf die Schlafqualität und damit die wichtigste Erholungsphase auswirkt.
Passivhaus Bauteilkatalog: Forschungsbericht (zip, 11 MB)
Behagliche Nachhaltigkeit: Forschungsbericht (zip, 10 MB)

Großvolumiger Wohnbau in Niederösterreich: Wirtschaftliche und ökologische Kriterien für eine nachhaltige Entwicklung

Projektziel: Nachhaltig ist eine Entwicklung, welche die Bedürfnisse der heutigen Menschen erfüllt, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen, ihre Bedürfnisse zu erfüllen zu beschränken. Dies gilt in ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht.
Projektpartner: Zentrum für Bauen und Umwelt, Donau-Universität Krems, Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie, Landesorganisation NÖ-Wien, Atelier für naturnahes Bauen (Helmut Deubner), Atelier Solararchitektur + Möbeldesign (Heinz Geza Ambrozy); IBO: DI Dr. Bernhard Lipp, DI Thomas Zelger
Fördergeber: Niederösterreichische Landesregierung, Abt. F2-A,B Wohnbauforschung, Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA), Abt. IX/8 F. 1389

ECOSOFT

Mit großem Aufwand wurde das Programm ECOSOFT entwickelt. Es ist ein Software-Werkzeug zur ökologischen Bewertung von Konstruktionen und ganzen Gebäuden. Grundlage ist die laufend erweiterte IBO-Referenzdatenbank für Baustoffe, die bereits beim Ökologischen Bauteilkatalog Anwendung fand. Eingesetzt wird es bereits für Gebäudepässe und im Projekt Holzbauteilkatalog der Holzforschung Austria. Nähere Informationen zu diesem Programm und zu Lizenzen dafür bei DI Dr. Bernhard Lipp.

Wohnbauförderung Salzburg

Für die Wohnbauförderung in Salzburg wurde ein Fördermodell auf Basis von Ökokennzahlen entwickelt. Das Modell beruht auf den drei Kennzahlen Primärenergiebedarf erneuerbar, Treibhauspotential und Versauerung. Aus diesen drei Kennzahlen wird der Ökoindex OI3 berechnet, welcher für die Einstufung der Förderhöhe entscheidend ist. Der Ökoindex OI3 muss nicht extra berechnet werden, denn er wird automatisch bei der Wärmebedarfsberechung mitgerechnet. Das neue Fördermodell ist seit 2. Februar 2003 in Kraft. Informationen: DI Dr. Bernhard Lipp

Beiträge der Grenzwissenschaften zur Entwicklung komplementärer Indikatorsysteme in der Ökologie

Die BearbeiterInnen Dr. Tobias Waltjen und DI Isabella Burtscher haben im Auftrag des Wissenschaftsminsterium im Rahmen des Forschungsschwerpunktes »Kulturlandschaftsforschung« Arbeitsrichtungen wie Geomantie und Radiästhesie, Schamanismus, Feng Shui und antroposophisch orientierte Landschaftsgestaltung durchleuchtet.
Download der Studie Grenzwissenschaften

Multifunktionaler Stadtnukleus (HDZ):

Energetische Optimierung von Gebäuden in Mischnutzung, gemeinsame Nutzung von erneuerbaren Energieträgern, Abwärmenutzung, Kosten
Projektleiter: Arch. Gerhard Herzog; Projektpartner: DI DI Markus Herzog, Dr. Betül Bretschneider; IBO: DI Thomas Zelger

Passivhauskindergarten Ziersdorf (HDZ):

Dynamische Simulation, Tageslichtsimulation, bauökologische Beratung und Bewertung Projektleiter: AH3, Arch DI Johannes Kislinger, DI Markus Bock; Projektpartner: TB Käferhaus: Ing. Jürgen Obermayer; IBO: DI Thomas Zelger

Themenwohnen Musik (HDZ):

Wohnheim für Musiker in Passivhausqualität.
Dynamische Simulation insbesondere hinsichtlich Feuchteverhalten von Wohn- und Übräume. Quantitative Abschätzung unterschiedlicher, natürlicher Befeuchtungsmöglichkeiten
Projektleiterin: pos-Architekten, Arch. DI Ursula Schneider; Projektpartner: Fa. Ökoplan: DI Bernd Stampfl; IBO: DI Thomas Zelger

Solar4alpin (HDZ):

Neubau der Schutzhütte Schiestlhaus am Hochschwab in Passivhausqualität
Dynamische Simulation, Heizlastauslegung, Lüftungssystem, Sommerliche Überwärmung etc.
Projektleitung: solar4alpin, Arch. DI Fritz Öttl, DI Marie Rezac, Arch DI Treberspurg, DI Dr Karin Stieldorf; Projektpartner: DI Wilhelm Hofbauer, DI Elmar Wimmer, DI Gernot Becker; IBO: DI Thomas Zelger

BAUfit - Beratungs- und Trainingsprogramme für Baufirmen

Projektziel ist die Senkung der Unfallhäufigkeit und das Vermeiden von Über- und Fehlbeanspruchung bei Bauarbeiten. Das Projektprogramm richtet sich an alle Mitarbeiter des teilnehmenden Unternehmens und besteht aus:

  1. Führungs- und Kommunikationstraining
  2. Bewegungstraining
  3. Herz-Kreislauf-Koordinationsübungen
  4. Arbeitsanalysen mit den Methoden PIMEX und FIT
  5. Physiologische Begleitforschung und Evaluation
  6. Psychologische Begleitforschung und Evaluation

Projektpartner: Mag. Johann Beran, klin. Psychologie, Wien; Dr. Paul Scheibenpflug, Wellcon Arbeitsmedizin GmbH, Wien; Prof.Dr. Maximilian Moser, Joanneum Research, Inst. f. Nichtinvasive Dignostik, Graz; Prof. Dr. Wolfgang Kallus, Inst. f. angew. Psychologie, Graz; Projektleitung: Dr. Tobias Waltjen
Auftraggeber: AUVA

Akzeptanzverbesserung von Niedrigenergiehaus-Komponenten als wechselseitiger Lernprozess von Herstellern und AnwenderInnen

Welche emotionalen Einstellungen haben Nutzer, Planer und andere beteiligte Akteure zu kontrollierten Wohnraumbelüftungsanlagen? Wie werden kontrollierte Wohnraumbelüftungsanlagen und ihren Auswirkungen wahrgenommen? Die Beantwortung dieser Fragen soll helfen, die Orientierungsmuster der beteiligte Akteure zu verstehen und daraus umsetzungsorientierte Maßnahmen zur Akzeptanzverbesserung von kontrollierten Wohnraumbelüftungsanlagen zu entwerfen. Die komplexe Vielfalt an Meinungen, Ängsten und Hoffnungen wird in Interviews abgefragt und mit Hilfe des Auswertungsverfahrens GABEK (Ganzheitliche Bewältigung von Komplexität) miteinander vernetzt und methodisch überprüfbar in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht. Neue Verhaltensmöglichkeiten und Handlungswege eröffnen sich, die Folgen von Maßnahmen können abgeschätzt werden. Dabei ist jeder Schritt der Auswertung intersubjektiv rekonstruierbar und überprüfbar.
Projektpartner: Institut für Philosophie Uni Innsbruck, Institut für Absatzwirtschaft WU Wien, IFZ Graz (Projektleitung), ZSI Wien. IBO: DI Thomas Zelger
Auftraggeber: BMVIT, Haus der Zukunft

Ökologie der Dämmstoffe

Das im Springer-Verlag erschienene Buch beantwortet Bauwilligen, Planern und Planerinnen wichtige Fragen zum Thema Dämmstoffe:

  • Gesundheitsverträglichkeit
  • Umweltverträglichkeit
  • Ökologische Kennwerte
  • Ökologische Amortisationszeiten
  • Bauphysikalische Einflussgrößen
  • Anwendungsgebiete

Die Auswirkungen werden dabei konsequent über den gesamten Lebenszyklus, von der Rohstoffgewinnung und Herstellung über den Einbau, die Nutzung bis zum Rückbau und zur Wiederverwendung oder Entsorgung dargestellt. Der erste Teil des Buches führt in das Thema Dämmen ein, erörtert die bauphysikalischen und bautechnischen Randbedingungen und zeigt anhand von Konstruktions- und Gebäudebeispielen das ökologische Einsparungspotential durch Wärmedämmmaßnahmen. Die Ergebnisse der ökologischen Analyse und Bewertung von Dämmstoffen über den gesamten Lebenszyklus werden im zweiten Teil präsentiert. AutorInnen: Mag. Hildegund Mötzl, DI Thomas Zelger