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Raumluftindikator(en) für den Wohnbau
Teil 1: Modell für die Wohnbauförderung

Studie zum Thema „Raumluftindikator(en) für die Wohnbauförderung“ beauftragt von Bau!Massiv!.

Forschung Raumluftqualität Innenraum

Motivation

In den letzten Jahren machten sich vermehrt Initiativen zur ökologischen Bewertung von Baumaterialien bemerkbar. So wurde bereits in der Mehrheit der Bundesländer der ÖkoIndex 3, eine ökologische Kennzahl basierend auf Primärenergieinhalt, Treibhauspotential und Versauerungs-potential der Baustoffherstellung, in der Wohnbauförderung eingeführt. Im CEN TC 350 sollen Normen zur Umweltdeklaration von Bauprodukten und Bewertung der Nachhaltigkeit von Bauwerken erarbeitet werden, die vor allem auf der Methode der Ökobilanzen beruhen. Aus Sicht von Bau!Massiv! wird bei diesen Initiativen zu einseitig auf ökologische Belastungen während der Herstellung eingegangen. Raumluftrelevante Aspekte würden zu sehr vernachlässigt. Das IBO wurde daher von Bau!Massiv! mit der Durchführung einer Studie zum Thema „Raumluftindikator(en) für die Wohnbauförderung“ beauftragt.

Zielsetzung

Ziel der vorliegenden Untersuchung ist ein einfach zu verstehendes und handhabbares Verfahren, das die relevantesten Innenraumschadstoffe aus Bauprodukten berücksichtigt. Das Schema muss in der Planungsphase Einsatz finden können, damit das mit Bauprodukten verbundene raumluftrelevante Gefährdungspotenzial vorsorgend bewertet werden kann. Vorhandenes Wissen soll so optimal zusammengefasst werden, dass ein einfaches, transparentes und eindeutiges Bewertungssystem entsteht, das z.B. auch für die Wohnbauförderung geeignet ist. Vorrangige Zielsysteme sind das klima:aktiv-Haus und damit kompatible Wohnbauförderungssysteme wie die Niederösterreichische, Salzburger oder Vorarlberger Wohnbauförderung für mehrgeschossige Wohnbauten. Methodische Ansätze liefern Umweltzeichen- und Beschaffungskriterien, das Forschungsprojekt „SIBAT“ sowie die Online-Datenbank baubook. Die vorliegende Studie konzentriert sich auf Grund der Zielsetzung auf:

  • den Einfluss von Bauprodukten (Baustoffen inkl. Innenausstattungsmaterialien und Bauchemikalien) auf die Raumluftqualität
  • die Bewertung von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC)
  • die Emissionen während der Nutzungsphase (kein ArbeitnehmerInnenschutz)
  • die Anwendung im mehrgeschossiger Wohnbau
  • den Neubau und präventive Maßnahmen (keine Altlasten wie z.B. Asbest)

Dieser Studie soll ein 2. Teil „Raumluft-Indikator(en)“ folgen, in der aktuelle Ökobilanzansätze (v.a. DALYs) auf die Fragestellung „Emissionen aus Baustoffen“ erprobt werden sollen. Ökobilanzansätze werden daher im vorliegenden Bericht nur gestreift.

Partner:

IBO Innenraumanalytik OG, Stutterheimstraße 16-18/2, 1150 Wien

Forschungszeitraum

März 2007 – Dezember 2008

Fördergeber

im Auftrag von Bundesinnung Bau, Wirtschaftskammer Österreich

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