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Sanierung Altbauvilla auf Passivhausstandard

Sanierung einer gründerzeitlichen Wienerwaldvilla auf Passivhausstandard mit aktiver und passiver Solarnutzung innerhalb eines geförderten Wohnbauprojektes in Purkersdorf

Sanierung Passivhauszertifizierung Bauphysikalische Nachweise Forschung

Kurzfassung

Auf dem gegebenen Grundstück befindet sich eine große Wienerwaldvilla aus der Gründerzeit. Im Zuge einer Nachverdichtung (Lage im Ortsgebiet, in Fußwegedistanz zur Schnellbahn) wurde diese Villa saniert und es wurden vier moderne Wohnungen geschaffen. Das architektonische Erscheinungsbild wurde beibehalten. Das gesamte Wohnprojekt (14 Wohnungen) wurde in Niedrigenergiebauweise mit Passivhauskomponenten ausgeführt.

Das Passivhauskonzept wurde durch Solarmaßnahmen erweitert, die insbesondere das Althaus betreffen (beste Besonnung). Die Bereitstellung der Restenergiewärme erfolgt mit Biomasse.

Beispielhaft wurden für diesen Bautyp typische, passivhaustaugliche Details entwickelt (z.B. Erhalten der außen liegenden Fensterflügel und innenseitige Ergänzung zum Passivhausfenster).

Das Passivhauskonzept wurde mit thermischen Kollektoren und Biomasse als Wärmequellen ergänzt: Es wurden Warmwasserkollektoren in die Dachflächen integriert. Ein ehemaliger Wintergarten (der 1984 abgebrochen wurde) wurde in Form einer im Süden vorgelagerten Loggia in moderner Form wiederhergestellt. Im Kellergeschoß wurde eine moderne Heizungsanlage installiert, kombiniert mit einem Pelletslagerraum in einem bestehenden alten Nebengebäude. Der experimentelle Einsatz der Solarwärme für die Sommerkühlung, um das für Sanierungen typische Problem der Überhitzung im Dachbereich zu behandeln wurde projektiert, jedoch nicht ausgeführt.

Basis des Projektes ist die Erhaltung des äußeren Erscheinungsbildes und der wesentlichen inneren Proportionen der bestehenden Wienerwaldvilla. Die Sanierung des Althauses erfolgte auf Passivhausniveau (Niedrigstenergiebauweise mit Passivhaustechnik). Durch gezielte Planung und Forschung wurde erreicht, dass die bestehenden unterschiedlichen Kastenfenster in 2 verschiedenen Varianten saniert und wiederverwendet wurden. Die Fassadengliederung und Verzierung wurde trotz umfangreicher Dämmung der Außenwand beibehalten. In den repräsentativen Räumen südseitig konnten die Proportionen der Räume und der Althauscharakter (zB Böden, typischer Schattenwurf der Sprossenfenster, Fensterläden, etc.) erhalten werden

Projektteam

  • Aufbauwerk der österreichischen Jungarbeiterbewegung Bau-, Wohnungs- und Siedlungsges.m.b.H: DI Ralph Baumgärtner (Projektleitung)
  • BPS Engineering, Zeleborgasse 26/8, 1120 Wien: Ing. Hannes Schwahofer

  • IBO GmbH, Alserbachstraße 5/8, 1090 Wien: DI Thomas Zelger

 

Forschungszeitraum

Juni 2011 – Dezember 2004

Fördergeber

Gefördert durch das BMVIT im Programm Haus der Zukunft

Kontakt

© Arch. Reinberg