Zum Seiteninhalt springen

Volksschule Bütze Wolfurt
Viel Platz, viel Luft, wenig Energieverbrauch und Lärm

Für dieses Projekt rechnete, simulierte und optimierte die IBO Bauphysik Räume, Temperaturen, Wärmebrücken und trug mit ihrem KnowHow zu einer Vorzeigeschule bei.

Nachdem im Jahr 2015 das Architekturbüro Schenker, Salvi, Weber einen EU-weiten Wettbewerb für die Sanierung und den Neubau der Volksschule gewonnen hatte, ging das ökologische Vorzeigeprojekt im Herbst 2019 in Betrieb.

Das IBO unterstützte die Verwirklichung der beiden Passivhaus-Projekte mit thermischer Bauphysik, Bauakustik, Passivhausconsulting inkl. PHPP Berechnung, Wärmebrückenberechnung.

Gerade in Schulen besonders wichtig sind akustisch vernünftige Verhältnisse, damit Lehrende keine chronischen Kehlkopfentzündungen bekommen und Lernende nicht nur gut verstehen, sondern sich auch gut konzentrieren können. Dafür wurde der Raumakustik in der Planung besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Auch die ökologische Optimierung gelang mit der OI3 und EI Berechnung, wo die Baustoffe sowohl in der Herstellung (mit den Umweltindikatoren Treibhauspotenzial, Versauerungspotenzial und Bedarf an nicht-erneuerbarer Primärenergie) als auch in der Entsorgung durchleuchtet wurden. Für kritische Raumzonen führte die IBO Bauphysik dynamische Gebäudesimulationen durch. Dokumentiert sind die Optimierungen im Kommunalen Gebäudeausweis, wo 986 Punkte erreicht wurden. Dies hat neben dem Umweltaspekt den für die Gemeinde erfreulichen Nebeneffekt, dass eine Zusatzförderung von rund EUR 60.000,-- lukriert werden konnte.

Der ursprüngliche Wettbewerbsentwurf musste nochmals überarbeitet werden, weil die Kosten zu stark überschritten wurden. So gab es nochmals thermische Verbesserungen (weniger Außenhülle) und Verbesserungen für die Instandhaltung (Reinigungs- und Unterhaltsflächen im Bereich der Veranda wurden stark minimiert). Unterm Strich hat das Projekt durch die Kubaturverkleinerung an Qualität gewonnen. Es entstanden luftige und lichtdurchflutete Gebäude für den Kindergarten, die Schule, den Turnsaal und einen Veranstaltungsraum, verbunden durch Atrien und Lichthöfe, zurückhaltend in der Farbgebung, verwirklicht mit viel Holz für Fassade, Möbel und Böden.

© David Schreyer