Liebe Mitglieder und Freund:innen des ökologischen Bauens,
wir ahnen schon, was die Simulationsergebnisse einer Studie der Wiener Umweltanwaltschaft zeigen: nämlich „dass sich der Heizwärmebedarf um etwa 25% senken wird, während der Klimakältebedarf exponentiell ansteigen wird. Behagliche Temperaturen werden nur noch durch optimale Nutzung des Sonnenschutzes und einer ausreichenden Nachtauskühlung der Gebäude gewährleistet werden können.“ Diese Studie empfiehlt uns bewusstes Nutzer:innenverhalten, eine Anregung, die auch für die Planung von Gebäuden und die Beschaffung von Bauprodukten anwendbar ist.
Denn wer Entscheidungen trifft, sollte sich der Konsequenzen auch über längere Zeiträume und über die unmittelbare Baustelle hinaus bewusst sein. Nachhaltige Bauweisen berücksichtigen die Auswirkungen auf das konkrete Vorhaben ebenso wie diejenigen aufs Klima. Was nachhaltig ist, muss zukünftig genauer benannt und belegt werden, denn nicht belegbaren Aussagen zur Nachhaltigkeit, dem Greenwashing, wird mit der neuen Empowering Consumers Directive ein Riegel vorgeschoben.
Doch könnte es sein, dass Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsbestrebungen lieber nicht mehr laut verkünden, gibt es doch die Befürchtung, sich Ärger einzuhandeln. Die EmpCo Richtlinie (EU) Nr. 2024/825 zur Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel soll das Gegenteil bewirken. Was Wind in den Segeln qualifizierter Prüfungen sein sollte. Denn die Prüfzeichen und Bewertungen, die wir mitentwickeln und mit denen wir arbeiten, brauchen sich vor dieser Richtlinie nicht zu verstecken.
Lassen wir uns also nicht blenden, hinterfragen wir Geschichten, die zu gut klingen, als dass sie wahr sein können und verhalten wir uns bewusst. Dafür ist solide Information nötig, die wir auch mit diesem Newsletter gerne liefern.
Schönen Sommer wünscht das IBO Team
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