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Kriterien

Der klimaaktiv Gebäudestandard ist in den klimaaktiv Kriterienkatalogen definiert.Kriterienkataloge gibt es für acht Nutzungstypen (Wohngebäude, Bürogebäude, Bildungseinrichtungen, etc.) - nicht nur für Neubau, sondern auch Sanierung. Die aktuellen Kriterienkataloge sind hier abrufbar.

Die Kriterien sind 4 Kategorien zugeordnet, deren Anteile sich an der Gesamtbewertung unterscheiden:

     A. Klimawandelanpassung und Standort
     B. Energie und Versorgung
     C. Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
     D. Komfort und Gesundheit

A. Klimawandelanpassung und Standort
Grünraumgestaltung mit geringer Versiegelung, die Nutzung bereits bebauter Flächen werden mit dem Grün- und Freiflächenfaktor dokumentiert. Eine naheliegende (im Umkreis von 1000m) Versorgung für die Dinge des Alltags, wie etwa Schulen, medizinische Versorgung, Einkäufe verringern den (Auto)verkehr. Als klimafreundliche Mobilität wird der öffentliche Verkehr, gute Infrastruktur für Fahrräder und Elektrofahrzeuge angesehen und bewertet. 

B. Energie und Versorgung
Ein niedriger Energieverbrauch, geringe CO2-Emissionen und Primärenergie­einsatz sind für das Erreichen von hochwertiger klimaaktiv Qualität maßgeblich.

Ziel ist mit einer guten Gebäudehülle, den Wärme- und Kältebedarf der Gebäude zu senken und die Effizienz der Energieversorgung zu verbessern. Bewertet werden der Primärenergiebedarf und die Treibhausgasemissionen der Energieversorgung. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Betriebsoptimierung wie Energieflexibilität und netzdienliches Heizen und Kühlen bewertet. 

C. Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
Schadstoffarme Baustoffe und die Vermeidung kritischer Substanzen, kreislauffähiges Bauen und sorgsame Wassernutzung werden bewertet. Mithilfe des OI3-Index sowie der Zirkularitätsindikatoren können die Ressourceneffizienz im kompletten Lebenszyklus und die Ökobilanzdaten für GWP ausgewiesen werden. 

D. Komfort und Gesundheit
Sommertauglichkeit, Lüftungskonzepte, Messungen und eine optimierte Tageslichtversorgung führen zu überdurchschnittlicher Behaglichkeit und guter Raumluftqualität.

In Gebäuden mit mehr als 2.000 m² Fläche wird die tatsächliche Schadstoffbelastung mit einem normierten Messverfahren überprüft: Grenzwerte sind einzuhalten, bessere Werte werden belohnt.