Die Rundhalle in der Jura-Soyfer-Gasse 3, 1100 Wien, wurde umfassend generalsaniert. Dabei erfolgte sowohl eine bauphysikalische als auch optische Aufwertung der Gebäudehülle, während der Innenraum an moderne technische und gestalterische Standards angepasst wurde. Sämtliche haustechnischen und elektrotechnischen Anlagen wurden erneuert.
Die Halle ist als Skelettbau mit einem Außendurchmesser von etwa 50 Metern und einer Höhe von rund 11 Metern konstruiert. Das kegelstumpfförmige Dach aus Stahlblech hat einen Durchmesser von 43,5 Metern und ist an einem zentralen Zugring aus Stahl befestigt, der auf einer Betonplattform ruht. Diese Plattform beherbergt das Heizhaus mit den Heizgeräten, die gleichzeitig als Ballast gegen Windsog dienen. Der Betondruckring liegt auf 24 ringförmig angeordneten, nach innen geknickten Stahlbetonstützen. Im Inneren der Halle befinden sich zwei Trakte: Im nördlichen Trakt gibt es Umkleiden, Waschräume und Personalräume im Erdgeschoss sowie eine Trainingsplattform im Obergeschoss. Der südliche Trakt umfasst Geräteräume, einen Eingangsbereich mit Garderoben im Erdgeschoss und eine Tribüne im Obergeschoss. Beide Bereiche sind über zwei Treppen zugänglich.
Die Wärmeversorgung erfolgt weiterhin über das Wiener Fernwärmenetz. Die Radiatoren wurden komplett erneuert und mit vandalensicheren Thermostatventilen ausgestattet, um Überhitzung zu vermeiden. Die Turnhalle und die Trainingsplattform werden mit Deckenstrahlplatten beheizt, die die Heizlast vollständig abdecken. Die Warmwasserbereitung wurde in einen neuen Technikraum auf der Trainingsplattform verlegt und entspricht den Hygieneanforderungen der ÖNORM B1921. Eine aktive Kühlung ist nicht vorgesehen, jedoch sorgen Wärmepumpenlüftungsgeräte mit Kühlfunktion für ein angenehmes Klima. Die Frischluftversorgung erfolgt über zwei Systeme: eine Low-Tech-Lüftung für den Schulalltag und zwei Lüftungsanlagen für Veranstaltungen, die für bis zu 606 Personen ausgelegt sind.


