Die denkmalgeschützte Volksschule in der Molitorgasse 11 im 11. Wiener Gemeindebezirk wurde erfolgreich saniert und erweitert. Das historische Schulgebäude, das ursprünglich 1888 errichtet und 1902 aufgestockt wurde, erfuhr eine grundlegende Modernisierung, um den heutigen technischen, pädagogischen und rechtlichen Standards gerecht zu werden. Besonders im Fokus standen dabei die Verbesserung des Brandschutzes, die Herstellung von Barrierefreiheit sowie die Einhaltung hoher Hygienestandards. Gleichzeitig wurde die Infrastruktur für eine ganztägige Betreuung der Schülerinnen und Schüler geschaffen, inklusive einer modernen Aufwärmküche und eines Speisesaals.
Im Zuge der Bauarbeiten wurde die gesamte Haustechnik auf den neuesten Stand gebracht. Die Wärmeversorgung erfolgt weiterhin über den bestehenden Fernwärmeanschluss, der nun optimal an den tatsächlichen Bedarf angepasst wurde. Ergänzt wird die Energieversorgung durch eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 22 kWp, die auf den Dächern des Bestandsgebäudes und des Zubaus installiert wurde. Diese Anlage deckt einen Teil des Strombedarfs der Schule und trägt somit zu einer nachhaltigen und energieeffizienten Nutzung bei.
Ein weiterer zentraler Aspekt der Sanierung war die Verbesserung der Sicherheit und des Komforts im Schulgebäude. So wurden ein Aufzug, eine moderne Schließanlage, eine Alarmanlage sowie ein Leitsystem installiert, um die Orientierung und Sicherheit für alle Nutzer zu erhöhen. Zudem sorgt eine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung in den Klassenräumen und im Stiegenhaus für eine optimale Raumluftqualität. Im Brandfall gewährleistet eine Druckbelüftung im Stiegenhaus sichere Fluchtwege.
Besondere Aufmerksamkeit galt auch der Beseitigung von schadstoffbelasteten Materialien, wie Asbest, die gemäß den Vorgaben der MA39 fachgerecht entfernt wurden. Im Außenbereich wurden die bestehenden Holzmobilklassen abgebrochen und der Schulhof neu gestaltet, wobei der Erhalt des Naturdenkmals, eines alten Ginkobaums, sichergestellt wurde. Der Zubau im Innenhof wurde bewusst zurückhaltend gestaltet, um das historische Erscheinungsbild des Gebäudes nicht zu beeinträchtigen. Alle baulichen Eingriffe erfolgten in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt.
Mit der Fertigstellung des Projekts steht die Volksschule Molitorgasse nun als moderne, 13-klassige Bildungseinrichtung zur Verfügung, die den Anforderungen einer ganztägigen Schulform gerecht wird. Die neu gestalteten Freiflächen und die zeitgemäße Infrastruktur bieten optimale Bedingungen für den Schulbetrieb. Bei der klimaaktiv-Fertigstellungsdeklaration wurden 920 Punkte und damit GOLD-Standard erreicht.




