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Umweltindikatoren

Umweltkategorien für die Bewertung von Bauprodukten

 

 

Für die OI3-Berechnung werden die folgenden Umweltkategorien berücksichtigt:

-       Primärenergieinhalt an nicht-erneuerbaren Ressourcen (PEI n.e.)

-       Treibhauspotential (GWP, 100 Jahre bezogen auf 1994)

-       Versauerungspotential (AP)

Primärenergieinhalt (PEI)

Als Primärenergieinhalt (abgekürzt PEI) wird der zur Herstellung eines Produktes oder einer Dienstleistung erforderliche Gesamtbedarf an energetischen Ressourcen bezeichnet ("Graue Energie"). Der Primärenergieinhalt wird aus dem unteren Heizwert aller eingesetzten energiehaltigen Ressourcen berechnet und in MJ angegeben. Die Methode zur Berechnung des „Cumulative Energy Demand (CED)“ wurde von [Frischknecht 2003].in ecoinvent Data v2.0 publiziert.

In der IBO-Richtwerte-Tabelle wird der Primärenergieinhalt getrennt in PEI aus nicht erneuerbaren (PEI n.e.) und PEI aus erneuerbaren Ressourcen (PEI ern) angeführt.

Für den OI3-Indikator wird der PEI n.e. aller mit dem jeweiligen Modul verbundenen stofflichen und energetischen Inputs herangezogen.

Beitrag zur globalen Erwärmung bzw. Treibhauspotential (GWP)
Das Treibhauspotenzial GWP (Global Warming Potential) beschreibt den Beitrag eines Spurengases zur globalen Erwärmung relativ zu Kohlendioxid. Für die IBO-Richtwerte-Tabelle wird das Treibhauspotenzial für den Zeithorizont von 100 Jahren bestimmt. Das Treibhauspotenzial (GWP100a) wird gemäß CML (2001) in der Version v3.2 ermittelt und in kg-CO2-Äquivalenten angegeben

Treibhauspotenzial wie Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Fluorkohlenwasserstoffe (HFKWs) sind die größten Verursacher der globalen Klimaerwärmung. Das Treibhauspotenzial der Materialien wird in kg CO2 äquivalent angegeben.

Versauerungspotenzial
Versauerung wird hauptsächlich durch die Wechselwirkung von Stickoxid- (NOx) und Schwefeldioxidgasen (SO2) mit anderen Bestandteilen der Luft verursacht. Zu den eindeutig zugeordneten Folgen zählt die Versauerung von Seen und Gewässern, welche zu einer Dezimierung der Fischbestände in Zahl und Vielfalt führt. Für die Berechnung des Versauerungspotenzials werden die durchschnittlichen „Europäischen Säurebildungspotenziale“ verwendet.

Das Versauerungspotenzial wird gemäß CML (2001) in der Version v3.2 ermittelt und in kg-SO2-Äquivalenten dargestellt.