Zum Seiteninhalt springen

Neue Immo-Standards
Weiterentwicklung von Immobilienbewertungsmethoden zur Differenzierung von nachhaltigen Gebäuden im Wertermittlungsergebnis

Differenzierung von Immobilien mit nachhaltigen Gebäuden: Methodenentwicklung zur Berücksichtigung von energieeffizienten und klimaschonenden Gebäudequalitäten im Wertermittlungsergebnis. Ermittlung von Grundlagen für Zu- und Abschläge, zur Differenzierung des Kapitalisierungszinssatzes in der Ertragswertberechnung sowie zur Berücksichtigung von Gebäudeperformance-relevanten Risiken in der Discounted-Cash-Flow Analysis.

Gebäudebewertung Forschung

Mit der Implementierung der Richtlinie 2002/91/EG werden ab spätestens 2009 verpflichtend Energieausweise von zahlreichen Gebäuden vorliegen, was die Nachfrage nach energieeffizienten und klimaschonenden Gebäuden anregen soll. Dafür ist jedoch ein Verständnis (Bewusstsein) für nachhaltige Gebäudequalitäten am Markt erforderlich, das derzeit nur unzureichend ausgeprägt ist.

Unser Ansatz geht davon aus, dass sich nachhaltige Gebäudequalitäten in der Wertermittlung einer Immobilie abbilden lassen. Die Wahl des richtigen Kapitalisierungszinssatzes in der Ertrags- oder Kapitalbarwertberechnung ist von entscheidender Bedeutung bei der Bestimmung des Marktwertes einer Immobilie. Dieser wird hauptsächlich nach den Kriterien von Leitzinsen sowie von zukünftigen Nachfragerisiken bezüglich Lage und Nutzungstyp zusammengesetzt. Derzeit fehlen Überlegungen, gebäudespezifische Qualitätsparameter (zB Energieeffizienz und Einsatz erneuerbarer Energieträger, dargestellt im Gebäudeenergieausweis) dynamisch, d.h. im Kapitalisierungszinssatz, in Immobilienwertermittlungen einzubinden. Genau dafür werden die Grundlagen in diesem Projekt erarbeitet.

Nachfrageseitige Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung der KonsumentInnen und freiwillige Maßnahmen der Bauwirtschaft (Bauträger: Energieausweis, TQ bzw. TQB, ÖKOPass, klima:aktiv; Banken: Immorate) sind wichtig für die Entwicklung eines Marktes für energieeffiziente und klimaschonende Gebäude. Jedoch genauso wichtig ist die Entwicklung von Standards, die eine systematisierte und transparente Berücksichtigung unterschiedlicher Gebäudequalitäten in den Berechnungsmethoden der Immobilienwertermittlung ermöglichen. Die Entwicklung dieser Standards ist Gegenstand dieses Projekts.

Die Ziele des Projekts sind: 

  • Ermittlung der Zusammenhänge zwischen den Eigenschaften energieeffizienter und klimaschonender Gebäude und den Auswirkungen auf zukünftige Verwertungsrisiken von Immobilien  
  • Entwicklung von Faktoren / Verfahren zur Berücksichtigung der Zusammenhänge in statischen und dynamischen Wertermittlungsmethoden
  • Nutzung der Ergebnisse für die Praxis der Wertermittlung in Österreich: Empfehlungen des Sachverständigenverbandes, Liegenschaftsbewertungsgesetz, ÖNORM B1802, Ausbildung Immobiliengutachter, Ausbildung Immobilienwirtschaft, Module für Wertermittlungssoftware

Projektteam

  • Arbeitsgruppe Ressourcenorientiertes Bauen / Universität für Bodenkultur (BOKU): Univ.Prof. Arch. DI Dr.techn. Martin Treberspurg, DI Mariam Djalili, DDI Roman Grünner

  • Fachhochschule Wien, Studiengang Immobilienwirtschaft der WKW: Prof. (FH) Dr. Otto Bammer, FRICS

  • Österreichische Energieagentur: Mag. Dr. Susanne Geissler, DI (FH) Maike Groß

  • Österreichisches Institut für Baubiologie und –ökologie GmbH (IBO): DI Dr. Bernhard Lipp, Mag. Ing. Maria Fellner

  • Österreichischer Verband der Immobilientreuhänder (ÖVI): Mag. Karin Sammer

  • WKO Immobilien- und Vermögenstreuhänder: Mag. Klaus Wolfinger

Forschungszeitraum

April 2010 – Dezember 2004

Fördergeber

Gefördert durch den Klima- und Energiefond

Kontakt

© Enzberg