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Stadtnatur
Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen

Der bekannte Ökologe und Bestseller-Autor unternimmt im letzten Teil seiner Natur-Trilogie einen Streifzug durch die vielfältigen Ökosysteme des urbanen Raums. Wenn er von Wildschweinen in Berliner Parks und der Vogelwelt in München erzählt, räumt er mit gängigen Mythen auf und zeigt, wie bunt und vielfältig die Natur in unseren Städten ist.

Green space

Füchse im Englischen Garten in München, Wildschweine im Berliner Villenviertel, Waschbären auf Kasseler Dachböden – die Meldungen über ungewöhnliche Gäste in den Städten häufen sich. Erwartet man diese Tiere eigentlich im ländlichen Raum, so sind sie inzwischen häufig – wenn nicht sogar häufiger – in unseren Städten anzutreffen. Denn in den Metropolen finden Tiere und Pflanzen die Nischen, die sie für ihr (Über)Leben brauchen; hier sind sie weniger Gefahren ausgesetzt als auf dem Land, wo größere Tiere bejagt und Lebensräume durch eine industrielle Land- und Forstwirtschaft vernichtet werden.
In seinem neuen Buch begegnet der Autor falschen Vorstellungen gewohnt provokant. Er wirft die Frage auf, was »Natur« eigentlich ausmacht, plädiert gegen eine pauschale Verteufelung fremder Arten und opponiert vehement gegen die Nachverdichtung unserer Städte: »Es wäre fatal, wenn wir städtische Brachflächen überbauen würden, denn gerade hier entstehen oft besonders artenreiche, mitunter seltene Tier- und Pflanzengemeinschaften.« Auf der anderen Seite müsse der Verlust monotoner und überdüngter Ackerflächen nicht betrauert werden, wenn dafür klug geplante, gartenstadtähnliche Wohnsiedlungen entstehen.
Ein Plädoyer wie ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur funktionieren kann – unsere Städte zeigen es, wie das möglich ist.

    Information und Bestellung

    Josef H. Reichholf
    Stadtnatur
    Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen
    oekom Verlag 2023, 192 Seiten, Euro 24.–