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Staubanalysen in der Innenraumluft

Während der Staubbelastung im Freien in den vergangenen Jahren große Aufmerksamkeit zuteil wurde, steht sie auf der Liste der gesundheitsbeeinflussenden Faktoren im Innenraum hintan. Staub kann – je nach Qualität und Quantität – negative Auswirkungen auf Wohlbefinden und Gesundheit haben und lässt Rückschlüsse auf weitere innenraumbezogene Schad- und Störstoffe zu.

ForschungMessung & MonitoringInnenraum

Staub setzt sich aus Partikeln organischer und anorganischer Substanzen unterschiedlicher Größe, Herkunft und Struktur zusammen. Die quantitative Staubbelastung wird anhand der Masse verschiedener Größenfraktionen beschrieben, neue Analysemöglichkeiten von Stäuben ermöglichen anhand von qualitativen Untersuchungen die Zuordnung zu Emissionsquellen.

Staubquellen können sowohl intern als auch extern sein: Abrieb von Bau-, Ausstattungsmaterialien und Elektrogeräten, Anstriche, Verbrennungsprozesse (offene Flammen, Zigarettenrauch) oder Emissionen aus Verkehr und Industrie tragen zu Staubbelastungen im Innenraum bei. Stäube können negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben und sind demnach als Risikofaktoren im Innenraum zu betrachten. Sehr kleine Partikel in der Luft werden mit Gasen transportiert, bei der Atmung aufgenommen und gelangen so in den Stoffkreislauf des Menschen.

Im Rahmen des Projektes werden unterschiedliche Probenahmeverfahren zur Staubanalyse erprobt (Luftprobenahme, saugen mit speziellen Filtern, Oberflächenproben), Simulationsberechnungen der Staubverfrachtung durch Konvektion durchgeführt sowie Partikelanalysen anhand eines Rasterelektronenmikroskops durchgeführt. Außerdem erfolgt eine Untersuchung der Korrelation zwischen Staubkonzentration, -zusammensetzung und physiologischen Parametern.

Projektteam

HFA - Holzforschung Austria(Projektleitung)

IBO – Österreichisches Institut für Baubiologie und –ökologie

KOV - Österreichischer Kachelofenverband

FELMI-ZFE - Institut für Elektronenmikroskopie und Nanoanalytik

Forschungszeitraum

März 2018 – August 2019

Fördergeber

BMDW (Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort), ACR - Strategische Projekte

ACR – Austrian Cooperative Research (Kopie 1)
Kleine Artefakte in einer großen Matrix oder Bestandteile unbekannter Größe im Grundmaterial können mit großflächigen Elementverteilungsbildern sichtbar gemacht werden. Beispielhaft wurde isländisches Vulkangestein, das am Strand bei Búðir vorkommt, untersucht (pink – Aluminium, gelb – Silizium, grün - Kalzium, türkis – Magnesium).
Immunogold-Elektronenmikroskopie ermöglicht es, Keime und Allergene in der Luft sichtbar zu machen und in weitere Folge zu analysieren (Feinstaubfilter: weiße Punkte markieren Ort des Allergens).